Panthers - München Rangers

Panthers glück- und sieglos in München

Das fünfte Spiel auf fremdem Boden bedeutete gleichzeitig die vierte Auswärtsniederlage für die Panthers. Lediglich in Rothenburg konnten die Würzburger gewinnen, aber weswegen das Team in München so deutlich mit 47:6 (19:0; 7:0; 14:6; 7:0) verlor ist nur schwer nachvollziehbar. Im Hinspiel gewannen die Panthers in einem hochdramatischen Spiel noch mit 56:55, doch am vergangenen Sonntag konnte die Offense um Quarterback Terrence Shambry nur selten im Dantestadtion von München überzeugen. Das Team startete erneut unkonzentriert und lies viele Chancen liegen, insbesondere auch aufgrund etlicher nicht gefangener Pässe.

Das erste Viertel verschliefen die FTW Würzburg Panthers förmlich: 19:0 stand es zu dessen Ende, die ersten dreimal Ballbesitz endeten für München jeweils mit einem Touchdown. Zwar konnten zwei Extrapunkte vereitelt werden, jedoch musste der Würzburger Angriff bei allen drei Drives auch nur ohne einzigen First Down wieder vom Feld. Marius Eberhard konnte einen tiefen Pass in die Endzone nicht festhalten, Zachary Patience konnte den Ball zwar eigentlich für einen neuen ersten Versuch fangen, jedoch stand er mit einem Fuß bereits auf der Seitenlinie, weswegen der Catch ungültig gegeben wurde. Nicht gefangene Pässe und wenig Zeit für den Würzburger Quarterback – solche Szenen sahen die Trainer um Headcoach Martin Hanselmann zu viele im ersten Spielabschnitt. Im zweiten Viertel hatte sich dann die Defense der Panthers aber nun etwas besser auf den quirligen Quarterback der Münchner, Brandon Watkins, eingestellt, der an diesem Tag drei Touchdowns selbst erlief, sowie drei Pässe auf seine Mitspieler zum Touchdown anbringen konnte. Würzburgs Hagen Krauss konnte sogar einen kurzen Pass von Brandon Watkins abfangen, jedoch schlug ein herannahender Münchner Spieler den Ball wieder frei und dessen Teamkollege konnte den umher rollenden Ball wieder für die Rangers sichern. – Nur insgesamt ein Score glückte den Rangers in diesem zweiten Viertel. Würzburg dagegen blieb jedoch erneut ohne Punkte und so stand es zur Halbzeit 26:0. Oft schon konnten sich die Würzburg Panthers in der zweiten Halbzeit wieder heran kämpfen, doch nach einem nur kurzen Würzburger Drive punkteten die Rangers erneut zum 33:0 (TD-Watkins). Da durch einen kurz getretenen Kick Off der Würzburger Florian Hensch den Ball nicht festhalten und sichern konnte, kamen erneut die Münchner in Ballbesitz. Und da auch Lucky Dozier den Weg kurz darauf in die Endzone fand, stand es bereits 40:0 bevor auch Würzburg endlich einmal das eigene Potenzial abrufen konnte. Ein schöner Drive mit Pässen auf Yann Speyer, Alexander Firsching und Fabian Henninger konnte mit einem Touchdown-Pass auf Zachary Patience abgeschlossen werden, zum 40:6. Es sollte jedoch der einzige Score für Würzburg an diesem Tag bleiben: Ein nochmaliger Pass in die Endzone für zwei Zusatzpunkte wurde abgeblockt und während es den München Rangers im letzten Spielviertel noch einmal durch Arne Pastoors gelang zum Endstand von 47:6 zu punkten, scheiterten die Panthers erneut an der aggressiven Verteidigung der Münchner.
Trotz dieser erneuten Niederlage ist die Entwicklung der Panthers positiv zu bewerten. Das aktuelle Team spielt nach der Bayernliag-Meisterschaft im letzten Jahr die erste Saison in der Regionalliga Süd und hat das Saisonziel, den Verbleib in der Regionalliga, längst erreicht. Mit 5 gewonnen und 5 verlorenen Spielen hat man durchaus bewiesen, dass man sich in der Liga bereits etabliert hat und während das sehr junge und auch unerfahrene Team oftmals noch Leergeld gegen erfahrenere Teams zahlen muss, ist dies doch die erfolgreichste Saison, die die Panthers bis dato jemals gespielt haben: Zwar spielten die Panthers bereits vor vielen Jahren einmal in der Regionalliga, jedoch stieg das Team damals nach nur einer Saison wieder ab, da die nötige Kadertiefe seinerzeit fehlte.
Nächste Woche müssen die Panthers nun auswärts beim aktuellen Tabellenersten in Straubing ran, bevor es dann am 06. August zum Saisonabschluss Zuhause zu einem Duell mit den Neu-Ulm Spartans kommt, dem aktuellen Tabellensechsten, bei dem die Panthers vor eigener Kulisse Wiedergutmachung leisten wollen…